Warum gibt es eigentlich Totenhemdchen und Totenanzüge?

October 6, 2015

Seitdem es Leben gibt, wird auch gestorben. Vor langer Zeit begannen Menschen es den Tieren gleich zu tun und Gedenkplätze zu schaffen, wo ihre Toten begraben, oder bestattet wurden. Rituelle Handlungen haben dieses Beisetzen und Verabschieden begleitet.

 

Gesang, Geleit, Grabbeigaben, und diverses mehr, wurde von vielen und wird von vielen Völkern genutzt, um die Seele der Verstorbenen und der geistigen Welt wohlgesonnen zu stimmen.
Wir Menschen sind alle, je nach Gewohnheit, Religion, Lebensanschauung und Lebensweise mit dem Tod konfrontiert. Wir werden sozusagen gezwungen zu handeln.

 

Bei den alten Griechen und Ägyptern war es Tradition, dass diverse Grabbeigaben den Toten auf ihre Reise mitgegeben wurden. Dazu gehörte Kleidung, Wegzehrung, ein Trinkvorrat, Schmuck, Gegenstände, die die Person im Alltag ausmachten, Geld, zum Teil Tiere und derlei mehr. Es sollte der verstorbenen Person an nichts mangeln und genug bei sich tragen, damit sie die Überfahrt über den Fluß bezahlen.

 

Die Kelten und Wikinger hatten ebenso einen Totenkult. Ob es der Löffel war, der abgegeben wurde, Aufbahrung auf einem Schiff, welches angezündet wurde, die Erdbestattung, es wurden immer die Elemente eingeladen, die Person zu unterstützen , ihre Reise anzutreten.

 

Der Verdacht erscheint, dass alle früheren Kulturen daran glaubten, dass es irgend etwas  nach dem Tode gab; und für diesen Fall wurde vorgesorgt. Für die, die sich auf die Reise machten und auch für die, die zurück bleiben. Es gab Totenwachen, Feste, das Hab und Gut wurde verteilt und vieles mehr.

 

Noch mein Großvater (gest. 2012) hatte sich zu Lebzeiten einen Anzug, Schuhe und einen Sarg gekauft, damit er alles schon mal hatte. Die Nachkommen sollten sich damit nicht beschäftigen.
Der Anzug, oder das Kleid hingen im Schrank, verstarb nun die Person, wurde während der Totenwache die Kleidung gereinigt und der Verstorbenen angezogen.

 

In der neuen Zeit öffnen sich die Tore für die Vielfalt der Rituale in der Bestattung von Mensch und Tier. Sie werden vielfältiger, bunter, sinnstiftender und Gedanken- und Gedenkfüllend.

In dieser Tradition möchte ich mit meinen Wegbegleitern anschließen. Zum einen nähe ich für Kinder jeden Alters, ob in der Schwangerschaft verstorben, als auch später Totenhemdchen, Totenkleidchen für Mädchen und für die Jungen kleine Pumphosen. Diese können sowohl im Leben getragen werden und dann mit der Fülle des lebens auch auf ihrer letzten Reise angezogen werden.

 

Es gibt kleine Taschen, entweder auf der Kleidung oder separat, welche mit Segenswünschen und anderem gefüllt werden können.

 

Ebenso wird es kleine Kissen geben und Decken zum Einhüllen, für die ganz Kleinen unter uns, welche mit einer großen Aufgabe zu uns gekommen sind und schnell weiter gehen.

Kleine Schutzengelchen für die Wiege und als Wegbegleiter und Seidenengel mit verschiedenen Symbolen werde ich ganz individuell erstellen und passend zum Kind und ihren Eltern gestalten.

 

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