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Was ist los bei Seelen-Naht?



Solange gab es keinen Blogartikel mehr von mir.

Verunsichert, was ich teilen soll. Verunsicherung darin, ob es tiefen Inhalt meiner Arbeit geben soll, oder eine Beschreibung zu den Kursen und Seminaren, die du bei mir findest.


Was die gemeinsamen Inhalte aller Bereiche von Seelen-Naht zu Grunde liegt, ist die sensitive und sinnliche Wahrnehmung in dir zu stärken. Einen Weg, oder einen Raum zu eröffnen, in dem du dich selbst ent-wick-eln kannst; eine neue Haltung zu dir und im Bezug zu deinem Umfeld einzugehen.

Sinnlichkeit und Genuss entstehen in dem Moment, wenn du dir erlaubst, all die Erfahrungen und Geschichten, die du erlebst hast, sich in deinem Körperfeld zu zeigen und durchzuühlen.

Körperfeld - das betrifft deine Körperin und den ätherischen Raum um dich herum.

Wo befinden sich deine Geschichten? In manchen Fällen spürst du sie unter der Oberfläche deiner Haut und kannst manche Emotionen, die deinen Geschichten zu Grunde liegen, gut in dir verorten.

Ich mache ein Beispiel: Wenn du Wut spürst, oder eine spezifische Enge, dann wirst du sie, bei genauerer Betrachtung nicht überall in deiner Körperin empfinden, sondern an bestimmten Stellen verstärkt erleben.

Diese Stellen sanft zu erkunden und ihnen Aufmerksamkeit schenken, kann schon reichen, dass die "Geschichte" sich entspannt, du ein sicheres Empfinden und ein sicheres Aufarbeiten geschehen lassen kannst. Die Stelle kann sich in dem Augenblick des Erkennens schon verändern und du bekommst ein Gefühl dafür, was genau abgespeichert wurde. Es kann auch möglich sein, dass darunter ein ganz anderes Gefühl, eine andere Emotion oder gar Geschichte verborgen liegen.


Das Gleiche gilt auch in deinem ätherischen Raum um dich herum.

Es kann sein, dass ein Erleben ein Schock, ein Trauma so groß war, dass es nach "Außen" projiziert wurde, damit du lebensfähig, oder überlebensfähig bleiben konntest. Dies nennt sich Dissoziation. Das Erleben war in dem Moment, in dem es geschehen ist, zu groß, zu überwältigend und da schützt das innere System, in dem es das Erlebte aus dem "Bewussten" herausnimmt. Ein Empfinden, wie aus einer Wolke, einem Nebel heraus zu fühlen.

Mit diesen Anteilen kann jedoch genauso umgegangen werden, als wenn sie sich IN deiner Körperin befinden.

Heilung auf traumasensibler Ebene findet in langsamen Schritten statt. Die Themen NUR zu durchdenken ist oftmals nicht hilfreich, da wir durch das Erzählen der Geschichten unserem Verstand erlauben, die Geschichten immer weitere auszuschmücken. (Peter Levin beschreibt das in seinem Buch "Trauma und Gedächtnis" sehr gut).

Wann ist eine Geschichte ein Trauma, oder ein traumatisches Erleben?


Was war wirklich da? Was an der Geschichte hat "Beine" bekommen? Und wie kann die eigene Macht wieder erlangt werden? Manches Erleben war so viel, dass es nicht im Ganzen aufgelöst werden kann. So wird nur Häppchen für Häppchen, das traumatisierte aufgearbeitet und das Nervensystem kann langsam das Empfinden durchfühlen und neue Wege finden, um sich neu auszurichten.


Das eigene Nervensystem zu regulieren und neu zu kalibrieren, ist ein weiterer Schritt in der traumasensiblen Körperarbeit und in den Berührungen, der Schoßraumarbeit und auch im tantrischen Berühren.


Nichts geschieht, ohne das das Körperfeld nicht einbezogen ist. Sobald wir in Begegnung oder Berührung mit dem Außen und mit uns selbst sind, wird auf der Körperebene gescannt, ob alles "safe" ist. Wie oft fühlen wir uns beobachtet, obwohl oder gerade augenscheinlich alles in Ordnung sein sollte?

Es könnte sein, dass die inneren BeobachterInnen und Sicherheitsinstanzen alamiert sind und Stress erfühlen, obwohl nichts los ist. Augenscheinlich.


In der Dualität dieser Welt gibt es kein All-ein sein. Alles und jedes kann ein Spiegel für unsere innere Welt sein. Wir nehmen sie durch unser Gedankenkonstrukt auf und verleiben die äußeren Eindrücke unserer Weltanschauung ein. Jedes menschliche Wesen hat ihre eigene Weltanschauung. Kaum etwas ähnelt den anderen Weltensichten.

Alles müsste abgeklärt werden, damit eine Übereinkunft entstehen kann. Das beginnt bei Begrifflichkeiten und endet bei den Emotionen, bei den Erfahrungen, die wir alle machen und gemacht haben. (Sogar die Farben sind für jedes Auge unterschiedlich, es wurde nur ein Richtwert eingerichtet, um das Leben in so großen Gemeinschaften zu "erleichtern".)


Auf der Körperebene kann die Innenwelt angesprochen werden und ihr Aus-druck verliehen werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Begegnung und darf im Gespräch angesprochen und erfühlt werden. Ist es möglich, die Körperin schon miteinzubeziehen und Berührung als Begegnung zu erleben, oder ist es noch, aus "sicherer" Entfernung das innere Erleben zu begreifen, besser?

Was geschieht bei der bewussten Atmung? Oder in einer Massage? Bleibt die Aufmerksamkeit im Raum, oder gibt es Grenzen die überschritten werden, weil....


Aktives und bewusstes Sein in dem Moment der Begegnung ist essentiell, um sich zu erkennen.


Keine Massage ist "harmlos", da ALLES eine Geschichte hat.


Auch hier soll ein Beispiel helfen: Ich hatte eine wunderbare Massage und habe die Berührung genossen. Doch von einem Moment zum anderen versteiften sich meine Arme, die Finger schlossen sich zu einer Faust. Die Atmung war ganz flach geworden und ich war nicht mehr im Raum. Hätte die Person mich weitermassiert und mich nicht aus der Dissoziation herausgeholt, wäre ich über die Grenzen das Fassbaren gegangen und hätte keine Chance gehabt, mich wieder zurückzuholen.


In diesem Momentum ist es sehr wichtig sanft inne zu halten, den Kontakt zu belassen und sanft Fragen zu stellen, oder darum zu bitten, sanft zu atmen, mitzuatmen.

So kann sich ein nicht reguliertes System langsam entspannen und die Chance besteht, dass ein Gefühl, eine Emotion zeigen und integriert werden kann. Damit entsteht ein Raum der aktiven Selbstregulation und ein Erkennen, dass KEIN Säbelzahntiger hinter jemanden her ist.


In all meinen Angeboten steckt diese Botschaft mit drin. Erlaube dir, den Raum zu betreten, dich zu spüren und in dir einen sicheren Ort und einen Ort des Vertrauens aufzubauen, ohne in Dramen zu verfallen.


Erst dann kann die Sinnlichkeit, die Juicyness in dein Leben fließen. Genüsslich räkeln und dich wohl fühlen.


Es ist ein Spiel, dass sich in dir abspielt. Schaffst du es, dein Spielfeld klar abzustecken und zu beleben, dann ist es einfacher ins Gegenüber zu spüren. Das Spielfeld des Lebens kann auch als Komfortzone, oder unbekannte Zone genannt werden.

Wo willst du sein? Komfort ist nett, dann bleibt alles schön beim Alten. Willst du Leben, dann wirst du immer wieder an den Rand deiner Komfortzone im Sturm stehen und dich darin erfahren. Was daraus entsteht? Deine Komfortzone dehnt sich aus. Tritt über die Schwelle und gehe einen Schritt weiter und dehne dich aus. Du wirst spüren, dass deine Komfortzone immer größer wird und dass das Unbekannte seine Schwärze verliert.

Ist nicht unbedingt bequem, doch so wie dein Lebensfluss nicht nur so dahin plätschert, so kann es spannend sein, sich im Feld des Unbekannten zu bewegen.


Deine Erfahrungen und Empfindungen entstammen der Vergangenheit und halten dich durch deinen Verstand darin "gefangen". Das kann sich richtig anfühlen, doch wärst du neugierig, was außerhalb dieser Erfahrungen noch auf dich wartet?

Um noch ein Bild zu beschreiben, dann wäre es das Bild, wie ein Mensch mit einer dicken Lehmschicht ummantelt ist. Nachdem der Lehm getrocknet ist, ist er hart. Beginnt durch langsames hinhören im Inneren der Lehm bröckelig zu werden, dann kann langsam begonnen werden, den Lehm abzuklopfen.

Was bleibt?

Eine wunderbare neue Form, eine Stromschnelle, die die Rohfassung aufdeckt und dich einlädt, dich neu zu ent-wick-eln, zu ent-falt-en.


Es geht nicht um Aufopferung, oder Helfersyndrömchen, oder "alles ist lieb" zu spielen, sondern wahre radikale Ehrlichkeit in voller Liebe, Akzeptanz und Zuneigung zu allem. Vor allem zu sich selbst. Sich nicht alles zu glauben, was der Verstand denkt. Erlaube dir, immer wieder den Blick zu heben und in die Welt hinaus zu blicken. Offen und neugierig wie ein Kind.


Wenn du Lust hast, dich in dieser Welt zu entdecken, dann bist du herzlich eingeladen, dir die Programme und Seminare anzusehen und dich anzumelden. Spüre dich und beginne dich zu genießen und zu leben.


Mach dir die Welt, wie sie dir gefällt. (Pippi Langstrumpf)
















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